,,Sehnsucht, die bleibt"
- kreativkinetik
- 2. Juni
- 1 Min. Lesezeit

Es saß in mir – so leise,
so weit,
ein Raum,
den niemand kannte,
doch der immer da war.
Nicht leer – nur still.
Nicht traurig – nur offen.
Ich dachte einst,
ich müsse sie stillen,
diese Sehnsucht,
als wäre sie Mangel.
Doch heute weiß ich:
Sie ist mein Lied.
Sie ruft nicht nach etwas,
das mir fehlt –
sondern nach dem,
was in mir größer wird.
Was wartet,
gesehen zu werden.
Es ist kein Schmerz mehr,
der mich bricht –
es ist ein Licht,
das mich durchstrahlt.
Ich muss nicht ankommen,
um ganz zu sein.
Ich darf hier stehen – mit offenen Händen und
diesem warmen Pochen in der Brust.
Und wenn jemand käme – mit Augen,
die diese Sprache kennen,
dann würden wir schweigen und trotzdem alles sagen.


Kommentare