Im Herzschlag der Wale
- kreativkinetik
- 4. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit

Heute habe ich es gespürt.
Mitten auf dem offenen Meer, dort, wo der Horizont kein Ende kennt,
hat sich etwas in mir erinnert.
Eine Horde Pilotwale – Mütter und ihre Kinder – tauchten auf, glitten durchs Wasser wie durch Zeit und Raum.
Kein Lärm, keine Eile.
Nur das Sein.
Nur Nähe.
Nur Liebe, die keinen Namen braucht.
Da war kein Zögern, kein Misstrauen, nur ein Miteinander, gewebt aus tiefer Selbstverständlichkeit.
Ein Dasein, das nicht fragt: „Was bekomme ich?“
sondern einfach: „Ich bin – mit dir.“
Ich sah und fühlte ihre Verbundenheit, nicht gemacht, nicht gewollt, sondern einfach da – wie der Ozean selbst.
Kein Ego, kein Anspruch, nur ein stilles Füreinander.
Ein Miteinander, das nichts fordert und alles trägt.
Da wurde mir klar: Das ist es.
Das ist die wahre Liebe, die ich meine.
Nicht das, was wir oft für Liebe halten –
verkleidet in Erwartungen, versteckt in Bedingungen.
Nicht laut, nicht fordernd, nicht voller Masken.
Sondern einfach: da. Offen. Ruhig. Wahr.
Die Wellen und der Wind sprachen zu mir.
Nicht mit Worten, sondern mit einem Wissen, das älter ist als ich.
Und ich wusste: Ich werde nur noch dem folgen, was sich wahr anfühlt.
Ich kenne nun den Klang echter Nähe.
Ich habe mich erinnert:
Vielleicht an eine Zeit, in der wir Menschen noch wussten, wie man lebt, ohne zu verletzen. Wie man liebt, ohne zu binden.
Wie man ist, ohne sich zu beweisen.
Ich habe nichts festgehalten.
Ich habe nichts gesucht.
Ich habe einfach nur zugelassen, dass mich das Leben berührt.
Und ich werde mich erinnern.
An diesen Tag.
An diesen Herzschlag.
An das Meer in mir.
Und an das Versprechen, das darin liegt:
Liebe ist. Nicht weil wir sie machen.
Sondern weil wir sie sind.
Liebe ist - ein uralter Rhythmus eines Atemzuges zwischen zwei Wesen, die einander nichts schulden und doch alles geben.
Die sich schweigend spüren können - für das, wofür es auf dieser Welt keine Worte gibt.
Danke vom Herzen - Diana



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