Ich bleibe (Ein Text über weibliche Stärke mitten im Sturm)
- kreativkinetik
- 3. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Du hast mich nicht gebrochen.
Auch wenn deine Worte scharf waren,
dein Blick hart,
dein Ton wie ein Sturm –
ich bin nicht gefallen.
Ich bin geblieben.
Ich habe dein Chaos gespürt.
Deine Unruhe,
deinen Schatten,
deinen Versuch, dich über mich zu entladen.
Aber ich bin nicht dein Müllplatz.
Ich bin keine Wand, an die du wirfst,
was du selbst nicht halten kannst.
Ich habe gefragt –
und du hast gebrüllt.
Doch in mir wurde es still.
Still wie eine Kraft,
die lange geschlummert hat.
Ich spürte den Schmerz in meinem Körper,
und zugleich das Licht, das sich nicht verdrängen ließ.
Ich bin da.
Ganz.
Klar.
Verbunden mit mir.
Vielleicht hast du deine Maske verloren –
oder sie ist dir nur verrutscht.
Ich sah dich.
Und das, was ich sah,
tat weh.
Aber es hat mich nicht erschüttert.
Es hat mich erinnert,
wer ich bin.
Ich bin nicht hier,
um deinen Schmerz zu tragen.
Ich bin hier,
um mich selbst nicht mehr zu verlassen.
Ich bleibe –
nicht bei dir.
Sondern bei mir.
Früher hätten mich solche Worte zerrissen.
Früher hätte ich gezweifelt, geschwiegen, mich selbst infrage gestellt.
Aber heute…
heute bin ich geblieben.
Ich habe Wut und Hass gespürt –
nicht meine.
Sie kamen von außen, von jemandem, der mich eigentlich lieben sollte.
Und dennoch: Ich habe mich nicht verloren.
Ich habe gefragt, ich habe gefühlt –
aber ich bin nicht gefallen.
Ich bin nicht hier, um andere zu retten.
Ich bin nicht hier, um als Projektionsfläche zu dienen.
Und so stehe ich –
mitten im Chaos,
umgeben von Stimmen, Masken, Erwartungen.
Ich stehe.
Still.
Weiblich.
Wahr.
Und in mir beginnt etwas zu leuchten.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder.
Vielleicht hast auch du erlebt, dass es Menschen gibt,
die sich selbst verlieren –
und dich mitreißen wollen.
Doch du musst nicht mitgehen.
Du darfst bleiben.
Bei dir.
In deiner Würde.
In deinem Licht.
💫
Für dich. Für mich. Für uns alle, die nicht mehr fliehen, sondern fühlen.



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